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Kapelle der hl. Rosalia in Sławno

Warum lohnt es sich?

Besuchszeit20–30 min
PreisKostenlos
EintrittJa
Für KinderJa
Bei RegenNein

Auf einem Friedhofshügel am Rand von Sławno steht eine kleine hölzerne Kapelle. Der lokalen Überlieferung zufolge soll hier einem Hirten die **heilige Rosalia erschienen** sein. Hinter dem schlichten Äußeren verbirgt sich eine überraschend interessante Ausstattung: historische Malereien, Totenschädel, Sanduhren und Grabkrypten unter dem Gebäude. Zusammen mit dem alten Friedhof bildet die Kapelle ein sehenswertes kleines historisches Ensemble in der Umgebung des Lednica-Sees. ## Geschichte Die Kapelle wurde Ende des 18. Jahrhunderts vom damaligen Pfarrer Józef Ignacy Stolzman gestiftet und **1785** fertiggestellt. Der Stifter wurde später in einer Krypta unter dem Chor beigesetzt. Der örtlichen Legende zufolge erschien in der Nähe des Hügels einem Hirten die heilige Rosalia. Dieses Ereignis soll den Pfarrer zum Bau der Kapelle an diesem Ort bewegt haben. Es handelt sich dabei um eine lokale Überlieferung und nicht um ein historisch nachgewiesenes Ereignis. ## Architektur Die Kapelle ist ein traditioneller Holzbau in Blockbauweise und außen mit senkrechten Brettern verschalt. Sie besteht aus einem Kirchenschiff, einem schmaleren dreiseitig geschlossenen Chor und einem Westturm. Besonders auffällig ist die **Zwiebelhaube mit Laterne**. Die Dächer und die Turmhaube sind mit Holzschindeln gedeckt. ## Innenraum Die Decke und die oberen Wandbereiche sind mit gemalten Girlanden, Rosetten sowie geometrischen und floralen Ornamenten geschmückt. Im Hauptaltar befindet sich ein Bild der hl. Rosalia. An den Seiten stehen Figuren der Muttergottes und der hl. Teresa. Besonders ungewöhnlich ist der Triumphbalken. Dort steht eine Figur der **hl. Barbara**, begleitet von Putten mit **Totenschädeln und Sanduhren**. Die Darstellungen erinnern an Tod und Vergänglichkeit und passen damit besonders gut zu einer Friedhofskapelle. ## Krypten Unter dem Chor befindet sich die Grabstätte des Stifters der Kapelle. Unter dem Kirchenschiff liegt eine weitere Krypta, die mit der **Familie Chełmicki, den letzten Besitzern von Sławno**, verbunden ist. ## Historischer Friedhof Auch der Friedhof rund um die Kapelle ist einen Rundgang wert. Nach Angaben des polnischen Nationalinstituts für Kulturerbe stammt der **älteste erhaltene Grabstein aus dem Jahr 1857**. Zu den weiteren historischen Elementen gehören das Grabmal der Familie Walter von 1885 und ältere Gräber, die mit der Geschichte des Ortes verbunden sind. Suche nach der steinernen Säule neben dem Chor. Sie ist das Grabmal des Majors Damazy Dobrogojski, eines Teilnehmers am Novemberaufstand, der 1857 starb. Das markante Monument steht rechts vom Chor. In der Nähe befindet sich außerdem ein Denkmal für Einwohner der Pfarrei, die während des Zweiten Weltkriegs gefallen, erschossen oder in Gefängnissen und Konzentrationslagern ermordet wurden. ## Worauf sollte man achten? - Zwiebelhaube des Holzturms, - Schindeldach, - bemalte Decke, - Hauptaltar mit der hl. Rosalia, - Figur der hl. Barbara, - Totenschädel und Sanduhren, - historische Grabmäler auf dem Friedhof. ## Wissenswertes - Die heutige Kapelle wurde **1785** fertiggestellt. - Ihr Stifter wurde unter dem Chor beigesetzt. - Eine lokale Legende erzählt von einer Erscheinung der hl. Rosalia. - Unter dem Kirchenschiff befindet sich die Krypta der Familie Chełmicki. - In der Ausstattung erscheinen Totenschädel und Sanduhren. - Der älteste erhaltene Grabstein stammt aus **1857**. - Die Kapelle gehört zum Holz­kirchenweg rund um die Puszcza Zielonka. - Das Fest der hl. Rosalia wird am 4. September gefeiert. ## Praktische Informationen **GPS:** 52.5798441, 17.3635113 **Lage:** auf dem Pfarrfriedhof im östlichen Teil von Sławno. **Anfahrt:** Der Friedhof ist problemlos mit dem Auto erreichbar. **Parken:** Das Auto kann **direkt vor dem Friedhof** abgestellt werden. Von dort ist es nur ein kurzer Fußweg bis zur Kapelle. **Innenbesichtigung:** Der Zugang zum Innenraum ist eingeschränkt. Die Kapelle ist nicht regulär für eine freie Besichtigung geöffnet. **Eintritt:** Es gibt keinen regulären Ticketverkauf. **Besuchsdauer:** ungefähr **20–30 Minuten**. Für einen ausführlicheren Rundgang über den Friedhof sollte man etwa 45 Minuten einplanen. ## Tripto-Tipp **Fotografiere die Kapelle nicht nur aus nächster Nähe.** Geh ein Stück zwischen den Gräbern hinunter — von dort sieht man am besten, wie die Kapelle über dem terrassenförmigen Friedhof aufragt. Geh einmal um das Gebäude herum und suche neben dem Chor nach der steinernen Säule des Majors Damazy Dobrogojski. Falls die Kapelle geöffnet ist, schau nach oben zur bemalten Decke und zum Triumphbalken mit Totenschädeln und Sanduhren. ## Verbinde den Besuch mit: - **Der Wirt aus Waliszewo** → Kapelle → **Ostrów Lednicki** — verbinde die Legende von der Roten Schenke, Holzarchitektur und die Anfänge des Piastenstaates. - **St.-Katharinen-Kirche in Waliszewo** → Kapelle — zwei hölzerne Kulturdenkmäler in einer ruhigen Route rund um den Lednica-See. - **Großpolnischer Ethnografischer Park in Dziekanowice** → Kapelle — kombiniere das Freilichtmuseum mit einem kurzen Spaziergang über den Friedhofshügel.

Was du sehen wirst

  • kaplica z 1785 roku
  • cebulasty hełm z latarnią
  • malowany strop i ornamenty
  • krypty pod kaplicą
  • czaszki i klepsydry na belce tęczowej
  • historyczny cmentarz

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